Inkassobüros sind nicht gleich Inkassobüros. Sie unterscheiden sich vor allem in der Art und Weise ihres Menschenbildes und in ihrer Vorgehensweise, mit der sie für ihre Mandanten die ausstehenden Gelder einzutreiben versuchen. Fakt ist, dass die rechtliche Bandbreite nur unzureichend und sehr grob vorschreibt, welche Handlungen durchgeführt werden müssen, wenn es um das Eintreiben von Schulden geht. 

In diesem Blogartikel erläutern wir von Inkassolution, wie es in der Realität um Inkassobüros bestellt ist und welche unzulässigen Mythen hierbei vorherrschen.

 

Inkassodienstleistung: der berühmte Tanz auf dem Drahtseil

 

Unternehmen, die diesen Service in Anspruch nehmen, gehen hierbei ein gewisses Risiko ein. Was nämlich, wenn das ausgewählte Inkassobüro durch unlautere Mittel versucht, an das ausstehende Geld zu gelangen? Dann sind diese Kunden für das Unternehmen für immer verloren. Andere Inkassobüros wiederum möchten mit dem absoluten Minimumaufwand an ihr Ziel gelangen, indem sie vielleicht nur einen Mahnbrief schicken und dann den Fall wieder ans Unternehmen zurückleiten. Auch das trägt nicht unbedingt zum Vertrauensaufbau bei, ist jedoch gelebte Praxis am Markt. 

Entscheidend für den dauerhaften Erfolg von Inkassobüros ist das Meistern dieses Drahtseilaktes zwischen Beharrlichkeit und Verständnis. Gemeint ist die Beharrlichkeit, in Bezug auf die rasche Lösungsfindung mit dem säumigen Kunden gemeinsam und das Signalisieren von Verständnis und Wertschätzung für die Situation des betreffenden Kunden. Dies ist nicht ganz einfach zu bewerkstelligen, dennoch alles andere als unmöglich.

Es ist ganz klar: Jeder säumige Kunde, der sich ungerecht durch ein Inkassounternehmen behandelt fühlt, wird dem Unternehmen die Schuld dafür geben, welches dieses Inkassobüro eingesetzt hat.

 

Welches Menschenbild wird gelebt?

 

Wie überall sonst im Leben auch, ist es das Menschenbild, welches darüber entscheidet, welche Handlungen als angemessen wahrgenommen werden und welche nicht. Wird vom Schuldner geglaubt, dass er ein schlechter Mensch, ohne jegliche Moralprinzipien ist, wird das Inkassobüro anders vorgehen, als wenn man der Auffassung ist, dass jede Handlung einen triftigen Grund hat, selbst wenn es um die Nichtbezahlung von Rechnungen geht. Natürlich herrscht dieses Menschenbild eher im Unterbewusstsein und verfestigt sich indirekt in den Strukturen des Inkassobüros. Diese Strukturen sorgen dann dafür, dass dementsprechende Prozesse aufgesetzt werden, die wiederum einen gewissen Menschenschlag anziehen. So pflanzt sich dieses negative Menschenbild fort und bestätigt sich mit jeder Handlung neu. Es ist völlig logisch, dass Schuldner, die despektierlich behandelt werden, dementsprechenden Widerstand erzeugen. Möchte man den Widerstand beseitigen, dann hilft nur Wertschätzung und ein angenehmes Gesprächsklima. Alle anderen Vorgehensweisen sind kontraproduktiv und von Haus aus zum Scheitern verurteilt. Natürlich sind auch Respekt und Wertschätzung kein Garant für eine 100%-Rückzahlungsquote, zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen und die Geschichten hinter jedem einzelnen Schuldner. 

 

Schulden sind Emotion

Zumindest drei Parteien sind, ab einem gewissen Zeitpunkt, in das Forderungsmanagement involviert: 

  1. das Unternehmen
  2. der Schuldner
  3. das Inkassobüro

 

Nun hat jede Partei einen anderen Blickwinkel auf die Schulden. Während Unternehmen und Inkassobüro relativ emotionslos an die Sache gehen können, ist es beim Schuldner eine völlig andere Ebene. Dieser wird in vielen Fällen sehr emotional reagieren. Vielleicht weil er sich zu Unrecht “beschuldigt” fühlt oder weil er sich über sich selbst ärgert. Nun jedoch völlig emotionslos an die Sache zu gehen, würde die Probleme nur vergrössern. Das bedeutet, ein seriöses Inkassobüro versetzt sich ein Stück weit in die Lage des Schuldners und in dessen emotionale Befindlichkeit. Wenn der Schuldner sich verstanden fühlt, wird er vermutlich den Widerstand abbauen und seine Zahlungen leisten, sofern ihm dies möglich ist. Einschüchterungsversuche oder andere erpresserische Mittel sind fehl am Platz und führen in den meisten Fällen zum Gegenteil, was man als Inkassobüro eigentlich erreichen wollte. 

 

Inkassolution: “Niemand braucht ein Inkassobüro!”

 

Dies ist in der Theorie richtig. Eigentlich könnten Unternehmen ihre Forderungen auch durch ein Gericht eintreiben lassen. Allerdings besteht hier das Problem, dass der Kunden mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit für immer verloren ist, wenn man ihn gleich klagt. Ausserdem sind Gerichtskosten hoch, vor allem im Vergleich zu kleinen Beträgen, die eingefordert werden sollen. Darüber hinaus ist hier von einer zusätzlichen zeitlichen Verzögerung der Zahlungen auszugehen. Kurzum: Der Aufwand, um vermeintlich kleine Beträge einzutreiben, steht in keinem sinnvollen Verhältnis. 

Deshalb stellen Inkassobüros einen sinnvollen Zwischenschritt dar, um dennoch schnell, professionell und unkompliziert ans eigene Geld zu gelangen. Je professioneller also ein Inkassounternehmen auftritt, desto sinnvoller auch sein Einsatz in der Realität. An diesem Beispiel sieht man sehr schön, dass Theorie und Praxis oftmals weit auseinander gehen. 

 

Die eine Frage, die ein Inkassobüro beantworten muss

 

Im Endeffekt gibt es nur eine Frage, die ein seriöses Inkassobüro beantworten muss:

“Kann der Kunde nicht zahlen oder will er nicht bezahlen?”.

Es kann nur einer dieser beiden Aspekte zutreffen und Inkassounternehmen haben die Aufgabe, diese Frage für ihre Kunden so schnell wie möglich zu beantworten. Denn, wenn ein Kunde nicht zahlen kann, aus welchen Gründen auch immer, dann muss schnellstmöglich dafür gesorgt werden, dass rechtliche Schritte stattfinden. 

Will der Kunde jedoch nicht zahlen, aus welchen Gründen auch immer, dann muss das Inkassobüro alle ihm zur Verfügung stehenden Mitteln ausschöpfen, um den säumigen Kunden doch noch umzustimmen. Schlussendlich verdient jedes Inkassobüro Geld, aufgrund der Fähigkeit, diese Frage schnellstens zu beantworten. 

 

Fazit von Inkassolution

 

Die Inkassobranche geniesst keinen guten Ruf. Dies hat viele Gründe. Einer der Wichtigsten ist, dass nicht jeder Anbieter die gleichen moralisch-ethischen Prinzipien vertritt und mit möglichst allen Mitteln, schnell ans eigene Geld gelangen möchte. Ein weiterer Grund ist das Thema Schulden selbst. Niemand spricht gern darüber oder wird gern darauf angesprochen.

Mit einem dementsprechenden moralischen Kodex jedoch, können sich seriöse Inkassobüros von weniger seriösen Inkassounternehmen unterscheiden und dadurch das beste Ergebnis für alle drei, daran beteiligten Parteien herausholen.

 

Viel Erfolg bei der Wahl Ihres Partners!

 

Ihr Inkassolution-Team

 

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