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In der Rechtswissenschaft bezeichnet man einen Vertrag, durch den ein ungewisses, strittiges Rechtsverhältnis beseitigt wird, als Vergleich. Bei einem Vergleich kommen sich die Beteiligten entgegen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Inkassofall aus der Welt zu räumen. Die Vereinbarung über einen aussergerichtlichen Vergleich ist eine Option. Ein Vergleich kann auch vor einem Gericht zustande kommen. In diesem Fall spricht von einem gerichtlichen Vergleich.

Bei einem Vergleich treffen Gläubiger und Schuldner eine individuelle Vereinbarung mit dem Zweck, eine Unstimmigkeit oder Ungewissheit über ein bestehendes Rechtsverhältnis zu beseitigen. Ein sicherer und unbestreitbarer Rechtszustand kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden:

• Der Schuldner erkennt die Forderung in einer bestimmten Höhe an (Schuldanerkennung). Gleichzeitig verzichtet der Gläubiger auf eine Mehrforderung (negative Schuldanerkennung).

• Bei voller Anerkennung der Forderungen bietet der Gläubiger dem Schuldner einen anderen Vorteil. So gewährt er beispielsweise eine Verschiebung der Fälligkeit (Stundung) oder er gibt ein zusätzliches Leistungsversprechen.

Ob Kaufverträge, Werkverträge oder Mietverträge – im täglichen Leben werden eine Vielzahl von Verträgen zwischen Privatpersonen und/oder Geschäftsleuten geschlossen. Aus diesen Verträgen entstehen Verpflichtungen, wie beispielsweise die Zahlung der offenen Rechnung. Für die Geltendmachung solcher Ansprüche werden bestimmte Fristen vorgeschrieben.

Nach Ablauf der Verjährungsfrist, kann der Gläubiger seine Ansprüche nicht mehr gerichtlich geltend machen. Rechtlich gesehen besteht der Anspruch auf Zahlung zwar weiterhin, doch er wird Probleme haben diesen tatsächlich durchzusetzen.

Grundsätzlich kann eine Verjährung jedoch unter bestimmten Voraussetzungen gehemmt werden oder neu beginnen. Für den Gläubiger ist die Einhaltung dieser Fristen bzw. die Einleitung rechtlicher Schritte besonders wichtig. Beginnen die Verjährungsfristen immer wieder neu zu laufen oder werden unter bestimmten Umständen gehemmt, so besteht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Betreibung der offenen Forderung auch noch nach Jahren.

In der Schweiz liegen die Verjährungsfristen für Handwerkerrechnungen, Waren des täglichen Bedarfs und Lebensmittel bei fünf Jahren. Auch für periodische Leistungen, wie Miet- und Pachtzahlungen, Versicherungsbeiträge oder Telefonrechnungen verjähren in der Schweiz nach fünf Jahren.

In Deutschland liegt die regelmässige Verjährung von Kaufpreisforderungen oder Werklohnforderungen bei drei Jahren. Die Frist beginnt zum 31.12. des Entstehungsjahres und bei Kenntnis des Gläubigers von Anspruch und Schuldner.

Der Verlustschein stellt das Ergebnis eines erfolglosen Betreibungsverfahrens dar.

Ist ein Schuldner nicht in der Lage, dem vom Betreibungsamt ausgestellten Zahlungsbefehl nachzukommen, folgt gemeinhin die Einleitung eines Pfändungsverfahrens. Wird im Zuge dieses Pfändungsverfahrens die völlige Zahlungsunfähigkeit des Schuldners festgestellt, erhält der Gläubiger einen Verlustschein in Höhe der ursprünglichen Forderung.

Zwar ist hiermit vorerst das Ende des Inkassoverfahrens erreicht, jedoch verjährt ein Verlustschein erst nach 20 Jahren. Gläubiger sind demnach gut beraten, Verlustscheine nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das Betreibungsverfahren kann nämlich innerhalb der Verjährungsfrist sofort wieder eingeleitet werden, wenn sich die Einkommensverhältnisse des Schuldners ändern. Auf diese Weise ist es mitunter auch nach Jahren noch möglich, einen Zahlungserfolg zu erzielen.

Der Begriff  “Schulden” ist vermutlich fast allen Menschen bekannt. Davon betroffen sein werden deutlich weniger, wenn auch – nach allen aktuellen Erkenntnissen – zunehmend mehr. Was aber  sind nun Schulden bzw. der zugehörige Zustand der “Verschuldung”?

Schulden können leicht definiert werden als noch nicht (vollständig) geleistete Zahlungen für schon vollständig erhaltene Lieferungen oder Leistungen. Es sind also noch nicht erfüllte Zahlungsverpflichtungen. Der Schuldner muss noch Beträge zahlen, die dem Gegenwert der erhaltenen Lieferung oder Leistung ganz oder teilweise entsprechen. Er befindet sich damit im Zustand der Verschuldung. Allerdings noch nicht im Bereich der Überschuldung, was weitaus dramatischer ist. Doch das ist ein anderes Thema und würde den hiesigen Rahmen sprengen.

Doch auch eine Verschuldung bedeutet für beide Geschäftspartner immer zusätzlichen zeitlichen und personellen Aufwand. Möglicherweise allerdings auch zusätzlichen finanziellen Aufwand. Es bietet sich daher an, solche sich unter Umständen schwierig zu bearbeitenden Fälle in die Hände einer erfahrenen Inkassofirma zu legen. Die dort arbeitenden Experten  kennen sich bestens aus und wissen, welche Strategien den optimalen Erfolg garantieren. inkassolution hat diese Fachleute und die jahrelange Erfahrung.

 

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