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Zahlt ein Schuldner seine Rechnungen trotz Zahlungserinnerungen und Mahnungen nicht, kann der Gläubiger seine Forderungen gerichtlich geltend machen. Unter Pfändung versteht man die Beschlagnahme eines Gegenstandes. Die Pfändung wird in der Schweiz im Bundesgesetz für Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG), Art. 89 ff. geregelt.

Trotz dem Versuch, eine aussergerichtliche Einigung zwischen Gläubiger und Schuldner herbeizuführen, kommt es immer wieder vor: Ein Schuldner kommt seiner Zahlungsverpflichtung einfach nicht nach. Der Gläubiger hat in diesem Fall die Möglichkeit, eine Betreibung einzuleiten.

Stellt der Gläubiger einen Antrag auf Fortsetzungsbegehren, wird hiermit das sogenannte Pfändungsverfahren eingeleitet. Das Betreibungsamt kündigt die Pfändung beim Schuldner an. Ist kein pfändbares Vermögen beim Schuldner vorhanden, so wird ein Verlustschein ausgestellt. Andernfalls erfolgt die Pfändung.

Ein Beamter des Betreibungsamtes stellt nach einem Hausbesuch eine Pfändungsurkunde aus. Darin werden alle Gegenstände oder auch das Einkommen benannt, die innerhalb eines Pfändungsjahres gepfändet werden können. Ergibt die Verwertung keine Deckung, so wird ebenfalls ein Verlustschein ausgestellt.

Andernfalls werden die gepfändeten Gegenstände bzw. das Einkommen entsprechend den Forderungen an die Gläubiger verteilt. Ein Pfändungsverfahren kann bis zu einem Jahr andauern.

Wird das Betreibungsbegehren vom Gläubiger eingeleitet, so stellt das zuständige Betreibungsamt dem Schuldner einen Zahlungsbefehl aus. Kommt dieser nicht innerhalb der Frist seiner Zahlungsverpflichtung nach, kann der Gläubiger Klage erheben.

Mit dem Fortsetzungsbegehren nach Art. 88 des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts (SchKG) wird das Pfändungsverfahren eingeleitet. Ist kein pfändbares Vermögen vorhanden, so wird ein Verlustschein ausgestellt.

Andernfalls folgt die Pfändung nach Art. 89 ff SchKG. Können im Verwertungsbegehren die offenen Forderungen mit den pfändbaren Gegenständen gedeckt werden, so erfolgt die Verwertung der Pfandgegenstände und die Verteilung an den/die Gläubiger. Neben Gegenständen kann auch das Einkommen des Schuldners bis zum Existenzminimum gepfändet werden.

Folgende Einnahmen sind unpfändbar:

• Sozialhilfeleistungen
• Schadenersatzleistungen für Opfer von Gewalttaten
• Leistungen aus der ersten Säule der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV)
• Leistungen aus der Invalidenversicherung (IV)
• ergänzende Leistungen der Familienausgleichskassen (EL)

Kann mit der Verwertung keine oder nicht die vollständige Deckung erreicht werden, so wird über den noch offenen Betrag ebenfalls ein Verlustschein ausgestellt.

Als Privatschuldner werden Schuldner bezeichnet, die auf eigenen Namen und Rechnungen Schulden durch Nichtbezahlen ihrer Rechnungen verursachen. Häufig stellt sich die Frage, ob die Zuhilfenahme eines Inkassounternehmens auch bei Privatschuldnern angebracht ist. Ganz sicher kann man diese Frage mit einem Ja beantworten, denn inkassolution ist auch bei Privatschuldnern eine wertvolle Hilfe. Das können Mietaussenstände sein, nicht bezahlte Handyrechnungen oder Versandhausrechnungen oder weitere Aussenstände.

Der Privatschuldner wird zunächst von inkassolution kontaktiert. Gemeinsam versucht man mit dem Privatschuldner eine Möglichkeit der Begleichung der Rechnung zu finden. Das kann zum Beispiel eine Ratenzahlung sein, mit der es dem Privatschuldner ermöglicht wird seinen Zahlungsrückständen nachzukommen.

inkassolution kann aber auch im Vorfeld das mögliche Risiko eines Privatschuldners überprüfen, in dem vor Beginn der Geschäftsbeziehung mit Privatpersonen eine Creditauskunft angefordert wird. Leider hat aufgrund der Wirtschaftskrise die Überschuldung privater Haushalte stetig zugenommen. Die Creditauskunft kann dem Unternehmer eine wertvolle Hilfe vor Zahlungsausfällen sein. Lässt der Unternehmer den Privatschuldner vom Inkassobüro inkassolution überprüfen, kann er sich währenddessen seinem Kerngeschäft widmen.

Zahlungsausfälle im B2C-Bereich

Natürlich gibt es auch Zahlungsprobleme zwischen Lieferanten und Empfängern, zwischen Unternehmen und Firmen im B2B-Bereich. Mittelständische und kleine Unternehmen leiden jedoch besonders unter der schlechten Zahlungsmoral vieler Endkunden. Da werden Rechnungen vergessen, unbezahlt zur Seite gelegt und Zahlungserinnerungen einfach missachtet.

Jeden Tag, den der Gläubiger auf sein Geld wartet, gewährt er dem Schuldner sogesehen einen zinslosen Kredit. Auf Dauer kann eine solche Rechnung nicht aufgehen. Aussenstände wachsen dem Unternehmen über den Kopf und plötzlich können auch Bagatellbeträge nicht mehr aus eigenen Mitteln ausgeglichen werden. Als Gläubiger sollten Sie daher unverzüglich handeln, wenn der Kunde in Zahlungsverzug gerät:

  • Versenden von Zahlungserinnerungen
  • Mahnungen, Mahnbescheide und Betreibungsandrohungen
  • Telefoninkasso, Ratenzahlungsvereinbarungen
  • Betreibung, gerichtliche Inkassolösung, Pfändung

Für ein gut funktionierendes Forderungsmanagement lohnt es sich, die inkassolution GmbH mit ins Boot zu nehmen. Wir kümmern uns um Ihre Zahlungsausfälle im B2B- und B2C-Bereich. Unternehmen jeder Branche und Privatpersonen finden in unserem Schweizer Inkassobüro kompetente Inkassohilfe.

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