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Die Nachlassstundung – auch das Nachlassverfahren genannt – wird im Artikel 293 ff. des Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (SchKG) geregelt. Der Schuldner stellt beim zuständigen Nachlassgericht einen Antrag auf Stundung.

Er beweist seine Zahlungsunfähigkeit, indem er dem Nachlassrichter seine gesamte Schuldensituation auflistet. Weiterhin bittet er um eine Verschiebung der Fälligkeiten seiner offenen Forderungen.

Im Rahmen der Schuldensanierung wir ein Nachlassvertrag ausgehandelt, bei dem alle Gläubiger dem Schuldner entgegenkommen. Die Erfüllbarkeit der Forderungen bleibt weiterhin bestehen.

Die Einleitung eines Konkurs- oder Betreibungsverfahrens ist in dieser Zeit unzulässig. Mit einer Nachlassstundung wird die rechtliche oder wirtschaftliche Existenz des Schuldners zumindest vorläufig sichergestellt.

Durch ein Nachlassverfahren kommen die Gläubiger einem Schuldner in der Schweiz entgegen, damit er seine rechtliche oder wirtschaftliche Existenz vorläufig sichern kann. Einzelheiten werden im Nachlassvertrag festgehalten. Für die Dauer des Verfahrens werden Konkurs und Betreibung auf Pfändung oder Pfandverwertung ausgesetzt. Eine Nachlassstundung muss allerdings durch das Nachlassgericht bewilligt sein. Der Gläubigerausschuss kommuniziert zwischen allen Gläubigern und den Liquidationsorganen. Er soll zwar die Interessen aller Gläubiger wahren, doch liegt es in der Natur der Situation, dass die Aussschussmitglieder den Individualinteressen ihres Auftraggebers oder ihrer Gläubigergruppe eher zugeneigt sind.

Ein aussergerichtlicher Nachlassvertrag hängt von der Zustimmung aller Gläubiger ab. Es besteht ein grosses Interesse daran, die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Schuldners zu erhalten und die Gläubiger verzichten auf einen Teil ihrer Ansprüche, weil sie weiterhin mit dem Schuldner handeln wollen. Der gerichtliche Nachlassvertrag kann drei Zielen dienen: 1. Vollständige Tilgung nach Zeitplan, 2. Zahlung eines prozentualen Anteils, 3. Abtreten des Vermögens, um es zu verwerten.

Man unterscheidet die Nebenforderung von der Hauptforderung. Die Hauptforderung ist der Teil der offenen Rechnung, der den gelieferten Waren oder Dienstleistungen zuzuteilen ist. Meist sammeln sich durch eine verspätete oder gar ausbleibende Zahlung weitere Kosten an. Für diese Kosten muss ebenfalls der zahlungsunwillige Kunde, also der Schuldner, aufkommen. Der Gläubiger hat also neben der Hauptforderung nun auch eine Nebenforderung, die aus Zinsen, Mahngebühren und weiteren Inkassokosten bestehen kann.

Eine Nebenforderung kann zwar ohne eine Hauptforderung nicht entstehen, das bedeutet jedoch nicht, dass die Nebenforderung immer unbedingt kleiner, als die eigentliche offene Forderung sein muss. Je nach dem, wie lange der Gläubiger auf die Zahlung des Debitors wartet, können sich immer mehr Verzugszinsen und Mahngebühren ansammeln.

Wird eine offene Forderung auf dem gerichtlichen Weg über eine Betreibung eingefordert, so entstehen zusätzlich noch Prozesskosten. Diese gilt es, im Interesse aller Beteiligten zu vermeiden, indem eine aussergerichtliche Einigung gefunden wird. Wird eine offene Forderung an ein Inkassobüro verkauft, so kann nur die Hauptforderung verkauft werden, nicht jedoch mögliche Nebenforderungen, die daraus entstanden sind.

Hilfe beim Forderungseinzug

Häufig kommen Gläubiger beim Forderungseinzug an ihre Grenzen. Es fehlen Zeit und Know-how, um das eigene Forderungsmanagement professionell aufzustellen. Vor allem für mittelständische Unternehmen bietet sich daher die Zusammenarbeit mit einem kompetenten Inkassounternehmen an. Es gibt zahlreiche Schweizer Inkassofirmen, die sich auf die Geldeintreibung für Privatpersonen und Unternehmen jeder Branche spezialisiert haben.

Beauftragt man eine Inkassofirma mit dem Forderungseinzug, werden auf Wunsch auch Verzugszinsen als Nebenforderung eingetrieben. Die Inkassokosten trägt in den meisten Fällen der Gläubiger selbst. Darum lohnt sich für KMU beispielsweise eine Inkassomitgliedschaft bei der inkassolution GmbH.

Alle Mitglieder unseres Inkassobüros übertragen ihre Inkassoaufträge in der Schweiz nämlich garantiert kostenlos. Nur in den Fällen, in denen der Schuldner im Ausland sitzt, wird bei Inkassoerfolg die landesspezifische Provision fällig. Die Höhe der Inkassoprovision ist vom Betreibungsaufwand des jeweiligen Landes abhängig und variiert daher.

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