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Konkurs

Konkurs bezeichnet in Österreich und in der Schweiz die Versammlung der Gläubiger zur gerichtlichen Teilung des Vermögens eines Schuldners. Ursache ist eine Insolvenz. Der Schuldners kann seine Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht mehr erfüllen, weil er akut zahlungsunfähig, nicht mehr liquide oder überschuldet ist. Ein insolvenzunfähiger Schuldner ist kraft Gesetzes vom allgemein geltenden Insolvenzregime befreit.

Beispielsweise ist in der Schweiz ein Gemeindekonkurs ausgeschlossen, damit Gemeinden kreditwürdig bleiben. Eine Haftung des Kantons für die Verbindlichkeiten von Gemeinden ist jedoch ausdrücklich ausgeschlossen. Handeln Geldverleiher fahrlässig, drohen ihnen finanziellen Verluste im Rahmen einer staatlichen Zwangsverwaltung der Gemeinde.

Eine Betreibung ist daher ein erster Schritt, finanzielle Verluste zu dokumentieren und um weitere wirtschaftliche Schäden für Schuldner und Gläubiger abzuwenden. Es gibt kein risikofreies Leben ohne finanzielle Risiken. Selbst schuldenfreie und aus Erspartem vorsichtig wirtschaftende Personen, Unternehmen und Behörden können durch widrige Umstände in Konkurs geraten, wenn es keine Versicherung gibt, die eine Insolvenz abwendet.

Konkursdrohung

Unterliegt ein Schuldner dem Konkurs und wird ein Betreibungsverfahren gegen ihn fortgesetzt, so kann er eine Konkursandrohung erhalten. Das zuständige Betreibungsamt entscheidet, ob die Betreibung auf Pfändung oder Konkurs weitergeführt wird. Eine Konkursandrohung erfolgt in der Regel per Post oder durch einen Angestellten des Betreibungsamtes.

In der Konkursandrohung wird der Schuldner dazu aufgefordert, die offenen Forderungen zu begleichen, da sonst die Konkurseröffnung droht. Der Gläubiger erhält ebenfalls eine Ausfertigung dieser Konkursandrohung. Der Tag der Zustellung beider Ausfertigungen muss bescheinigt werden.

Die Konkurseröffnung wird in der Regel immer dann ausgesprochen, wenn der Schuldner auf eine Konkursandrohung nicht mit einer Zahlung reagiert. Frühestens 20 Tage nach Konkursandrohung kann der Gläubiger die Konkurseröffnung beantragen. Nach 15 Monaten erlischt das Recht hierzu. In bestimmten Fällen kann jedoch auch eine Konkurseröffnung ausgesprochen werden, ohne dass im Vorfeld ein offizielles Betreibungsverfahren eingeleitet wurde.

Beauftragt ein Gläubiger ein externes Inkassounternehmen mit der Eintreibung seiner offenen Forderungen, so entstehen für ihn Kosten. Der Gläubiger hat die Möglichkeit, seine entstandenen Inkassokosten dem Schuldner in Rechnung zu stellen. Dieses Recht nennt man Kostenerstattungsanspruch.

Die Kosten für ein Inkassobüro können jedoch nur auf den Schuldner abgewälzt werden, wenn der Schuldner seiner Zahlungspflicht auch nach schriftlichen Zahlungserinnerungen und Fristsetzungen nicht nachkommt. Folglich besteht ein Kostenerstattungsanspruch nur dann, wenn die Einschaltung eines Inkassounternehmens notwendig ist, um den zahlungsunwilligen Kunden zur Zahlung zu bewegen.

Wird ein Inkassounternehmen eingeschaltet, um den Schuldner mit der Entstehung hoher Kosten unter Druck zu setzen, ist der Schuldner nicht verpflichtet, die Inkassokosten zu übernehmen. Ein Gläubiger kann seine Inkassokosten nur auf den Schuldner abwälzen, wenn die Einschaltung eines Inkassobüros gerechtfertigt ist.

Man unterscheidet grundsätzlich zwei unterschiedliche Arten des Kostenerstattungsanspruchs.

• Prozessrechtlicher Kostenerstattungsanspruch
Wird ein Inkassofall vor Gericht ausgetragen, entstehen Prozesskosten. Ein Anspruch auf Rückerstattung dieser Kosten durch den Prozessgegner besteht dann, wenn auf Antrag ein Kostenfestsetzungsbeschluss durchgesetzt wird.

• Materiellrechtlicher Kostenerstattungsanspruch
Der materiellrechtliche Kostenerstattungsanspruch entsteht beispielsweise aus einem Vertrag heraus. Dieser Kostenerstattungsanspruch kann nur in einem eigenständigen Rechtsstreit gelten gemacht werden.

Der Begriff „Kreditor“ wird von dem lateinischen Wort „credere“ = „glauben“ abgeleitet. Der Kreditor ist folglich derjenige, der einen Kredit vergibt. Kreditoren sind die Lieferanten eines Unternehmens. Sie liefern der Firma Waren, Rohstoffe etc. und übernehmen gleichzeitig die Risiken eines Kreditgebers. Der Debitor ist der Gegenpart zum Kreditor. Kreditoren können natürliche Personen oder juristische Personen sein.

Mit jeder Geschäftsbeziehung gehen Kreditoren das Risiko eines Zahlungsausfalles ein, zumindest dann, wenn die Bezahlung nicht im Vorfeld verlangt wird. Verbindlichkeiten können aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen entstehen.

Ein Lieferant geht mit der Lieferung das Risiko ein, dass der Empfänger der Waren seiner Zahlungsverpflichtung zu spät oder gar nicht nachkommt. Das Risiko der Nichtzahlung wird in einem Unternehmen in der Debitorenbuchhaltung festgehalten. Hier werden sämtliche Gutschriften und offenen Forderungen zusammengefasst, sodass auf wachsende Aussenstände reagiert werden kann.

Kreditorenrisiko eingrenzen

Um das Risiko eines Gläubigers einzugrenzen, kann im Vorfeld eine Bonitätsauskunft bzw. Wirtschaftsauskunft über den Debitor eingeholt werden. Wie solvent ist der Kunde bzw. der Schuldner? Dieser Frage geht Creditreform in einer zuverlässigen Bonitätsprüfung auf den Grund. Bei einer Kreditvergabe gehört die Prüfung der Bonität zur Antragsstellung.

Ist einem Lieferanten das Ausfallrisiko zu hoch, so kann er beispielsweise gegen Eigentumsvorbehalt liefern. Bei Zahlungsausfall ist er dann dazu berechtigt, die gelieferten Sachen jederzeit beim Debitor zurückzuholen. Im täglichen Geschäft wird jedoch nicht jeder Kunde auf seine Zahlungsfähigkeit geprüft. Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Bei Endkunden wird manchmal nur bei Vorauszahlung geliefert, um das Risiko einer Nichtzahlung aus dem Weg zu räumen. Einige Onlineshops liefern vor allem an Neukunden nur dann, wenn sie das Geld bereits auf ihrem Konto verbucht haben. Doch das Nichtzahlungsrisiko geht nicht nur von Neukunden aus. Auch Bestandskunden können unter Zahlungsengpässen leiden und offene Rechnungen verspätet oder gar nicht bezahlen. Gibt es Ärger mit zahlungsunwilligen Kunden, kann für eine professionelle Geldeintreibung eine Inkassofirma beauftragt werden.

Das Kreditscoring prüft die Kreditwürdigkeit eines Kunden, bzw. eines Geschäftspartners. Warum sollte ein Unternehmer das Kreditscoring anfordern? Gewährt ein Unternehmer seinen Kunden einen gewissen Zeitraum zur Bezahlung der Rechnung, gewährt er damit auch gewissermassen einen Kredit. Der Kunde hat also die Ware oder Dienstleistung erhalten, kann sie aber vor Bezahlung der Rechnung bereits nutzen. Für den Unternehmer ergibt sich daraus ein gewisses geschäftliches Risiko, denn nicht jeder Kunde kann oder will seine Rechnungen auch innerhalb des Zahlungszeitraumes begleichen.

Prüft der Unternehmer also im Vorfeld das Kreditscoring seiner Kunden und Geschäftspartner, kann er feststellen wie die vorherigen Geschäftsbeziehungen gehandhabt wurden. In das Kreditscoring fließen unter anderem das Einkommen, bereits bestehende Zahlungsverpflichtungen und andere Merkmale ein. Ist der Kunde in der Vergangenheit bereits negativ aufgefallen, kann es sich lohnen die Dienstleistung erst zu erbringen, wenn die Leistung bezahlt wurde. Der Unternehmer kann die Zahlungsweisen seiner Kunden dem Kreditscoring anpassen.

Das Inkassounternehmen inkassolution in der Schweiz bietet seinen Kunden unter anderem die Abfrage des Kreditscoring und weitere Leistungen rund um das Thema Rechnungen und nicht bezahlte Rechnungen.

Kreditwürdigkeit – ist ein Kunde kreditwürdig? Im Grunde geht es bei dieser Frage um nichts anderes, als um die Frage nach der Bonität. Die Kreditwürdigkeit ist ein Massstab zur Beurteilung der Zahlungsfähigkeit eines Kunden. Je nach dem, wie liquide der Kunde ist, können Sie als Unternehmen entscheiden, ob und in welcher Höhe Sie einen Kredit einräumen möchten. Setzen Sie ggfs. ein Kreditlimit, um auf Nummer sicher zu gehen.

Die Kreditwürdigkeit ist abhängig von den persönlichen Verhältnissen eines Schuldners. Gegenwärtiges und zukünftiges Einkommen sowie Vermögen werden zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit herangezogen.

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