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Die Beitreibung (auch Betreibung in der Schweiz genannt) bezeichnet den gerichtlichen Forderungseinzug. Die zwangsweise Beschaffung einer Geldleistung kann von Unternehmen, aber auch von Privatpersonen eingeleitet werden. Ein Inkassofall sollte in der ersten Instanz immer auf dem aussergerichtlichen Wege gelöst werden. Häufig lässt sich in einem telefonischen Inkassogespräch bereits eine Einigung zwischen Gläubiger und Schuldner erreichen.

Zahlungserinnerungen, Mahnungen und Betreibungsandrohung waren erfolglos? Sämtliche Zahlungsfristen wurden von Ihrem Schuldner nicht eingehalten? Nur dann, wenn vorgerichtlich keine Einigung erzielt werden kann, empfehlen Inkassoexperten ein Betreibungsverfahren. Und auch hierbei sollte von Inkassofall zu Inkassofall genau hingesehen und dann erst entschieden werden.

Da bei der Inkassobearbeitung gesetzliche Vorschriften zu beachten sind, wird häufig ein externes Inkassounternehmen mit der Einleitung einer Beitreibung beauftragt. Ein Inkassobüro leitet in diesen Fällen auf Wunsch ein Betreibungsverfahren für den Auftraggeber beim zuständigen Betreibungsamt ein. Die Einleitung einer Beitreibung erfolgt meist online über ein entsprechendes Formular zur Einleitung einer Betreibung.

Gerichtlicher Forderungseinzug

Einer Beitreibung ist in der Regel der Versuch einer aussergerichtlichen Einigung zwischen Gläubiger und Schuldner vorangegangen. Bei einer Beitreibung entstehen auch Beitreibungskosten, die häufig den eigentlichen Forderungsbetrag übersteigen. Darum wird bei Bagatellbeträgen oft auf eine Beitreibung verzichtet. Man unterscheidet die Betreibung auf Konkurs und die Betreibung auf Pfändung.

Kann die offene Forderung trotz Pfändung am Ende nicht vollkommen getilgt werden, so wird über den noch offenen Rechnungsbetrag ein Verlustschein ausgestellt. Dieser ermöglicht es dem Gläubiger bis zu 20 Jahre später noch von seinem Recht auf Zahlung Gebrauch zu machen.

Um ein monatelanges Betreibungsverfahren zu vermeiden, das am Ende doch nicht den gewünschten Erfolg bringt, lohnt es sich, im Vorfeld eine Bonitätsprüfung durchzuführen. Ein beauftragtes Inkassounternehmen wird vor einer Betreibung eine Bonitätsauskunft bzw. Wirtschaftsauskunft über Creditreform einholen. So können Sie erfahren, ob Ihr Schuldner überhaupt liquide ist. Lassen Sie sich von unserem Inkassounternehmen über die Vorteile und Nachteile der Beitreibung bzw. der gerichtlichen Geldeintreibung ausführlich beraten.

Betreibung

In der Schweiz versteht man unter dem Begriff „Betreibung“ eine Zwangsvollstreckung, mit welcher offene Forderungen durchgesetzt werden. In der Praxis ist es in der Regel so, dass nicht beglichene Rechnungen vom Gläubiger zunächst mehrfach angemahnt werden.

Rechtlich notwendig ist dies in der Schweiz jedoch nicht. Es ist dem Gläubiger stattdessen prinzipiell möglich, direkt eine Betreibung zu veranlassen. Hierfür muss er lediglich ein Betreibungsbegehren beim zuständigen Betreibungsamt stellen. Das Betreibungsamt wird daraufhin einen Zahlungsbefehl erlassen. Nun hat der Schuldner 20 Tage Zeit, um seine Schulden zu begleichen. Geschieht dies, wird die Betreibung eingestellt.

Der Schuldner kann jedoch auch innerhalb von 10 Tagen Rechtsvorschlag erheben, damit die Betreibung für den Moment angehalten wird. Besteht der Gläubiger trotz des Rechtsvorschlags weiterhin auf seine Forderungen, ist er gezwungen, entweder einen Zivilprozess oder ein Gerichtsverfahren in Form eines Rechtseröffnungsverfahrens anzustreben. Ist der Gläubiger vor Gericht erfolgreich oder wurde der Zahlungsbefehl vom Schuldner ignoriert, kann der Gläubiger ein Fortsetzungsbegehren stellen, welches schliesslich das Pfändungsverfahren nach sich zieht.

Betreibungsamt

Die Schweizer Betreibungsämter führen Betreibungen durch, ohne den Anlass zu prüfen. Sie nehmen Rechtsvorschläge und Aufforderungen entgegen und achten auf die örtliche Zuständigkeit. Sie betreiben und vollziehen Pfändungen, verwerten Grundpfänder, veranlassen Arreste, verwahren und verwerten beschlagnahmtes Gut aus Zwangsvollstreckungen, empfangen Zahlungen von Schuldnern und verwalten das Betreibungsregister. Bei Konkursen betreiben sie nur das Einleitungsverfahren.

Jeder, der ein glaubhaftes Interesse bekundet, erhält über eine natürliche oder juristische Person einen Auszug aus dem Betreibungsregister und aus dem Verlustscheinregister. Nur Gerichte und Verwaltungsbehörden erfahren von Einträgen, die älter als fünf Jahre sind. Ist die erfragte Person umgezogen, muss das andere örtlich zuständige Betreibungsamt befragt werden.

Es gibt keine mit den Schweizer Betreibungsämtern vergleichbaren Behörden in Österreich und in Deutschland. In Österreich stellen Gerichte Zahlungsbefehle zu, ohne den Sachverhalt zu untersuchen. Erst durch einen Einspruch wird ein Gerichtsverfahren eingeleitet. In Deutschland befassen sich Mahngerichte, Amtsgerichte und Gerichtsvollzieher mit Forderungen und Pfändungen.

Der Betreibungsauszug gibt Aufschluss über die aktuelle und vergangene finanzielle Situation des Schuldners. Der Schuldner kann eine natürliche, als auch eine juristische Person sein. Wann wird ein Betreibungsauszug benötigt? Der Auszug des Betreibungsamtes wird immer dann benötigt, wenn die Kreditwürdigkeit der Person geprüft werden soll oder muss. Das kann ein Kreditantrag sein, eine Wohnungssuche oder bei Bestellungen, die auf Kredit getätigt werden.

Der Betreibungsauszug kann beim zuständigen Betreibungsamt bestellt werden und kostet durchschnittlich etwa 17 Schweizer Franken. Der Auszug des Betreibungsamtes kann entweder direkt persönlich beim Betreibungsamt bestellt werden oder auf dem schriftlichen Wege. Eine telefonische Bestellung ist nicht möglich, da der Antragsteller die Berechtigung seiner Person nachweisen muss.

Für den Antrag auf einen Betreibungsauszug benötigt der Antragsteller eines der nachfolgend aufgeführten Dokumente: seinen Niederlassungsausweis, seinen Führerschein, seine Schweizer Identitätskarte, seinen Schweizer Pass oder einen Ausländerausweis. Fordert eine dritte berechtigte Person einen Betreibungsauszug an, muss diese Person ihre berechtigten Interessen glaubhaft nachweisen.

Betreibungsauskunft einholen

Wenn Sie einen Betreibungsauszug anfordern möchten, sollten Sie eines beachten: Eine Betreibungsauskunft bezieht sich immer auf die Region des von Ihnen angefragten Betreibungsamtes. Es erfolgt keine Prüfung, ob der Wohnort des Schuldners aktuell ist. Sollte Ihr Schuldner daher umgezogen sein, muss zuvor eine Wohnsitzüberprüfung bei der zuständigen Einwohnerkontrolle beantragt werden.

Informationen können zudem auch nur für den Zeitraum eingeholt werden, in dem der Schuldner in der entsprechenden Region gewohnt hat. Möchten Sie also eine lückenlose Auflistung der Betreibungsgeschichte haben, sind auch Wohnsitze der Vergangenheit von Bedeutung. In diesem Fällen muss auch bei den früheren zuständigen Betreibungsämtern eine Betreibungsauskunft bzw. ein Betreibungsauszug eingeholt werden.

Sie möchten mehr über die finanzielle Situation Ihres Kunden herausfinden? Wir, die inkassolution GmbH, helfen Ihnen gerne bei der

  • Anforderung des Betreibungsauszuges
  • Anforderung einer Bonitätsprüfung über Creditreform
  • Anforderung einer Wirtschaftsauskunft über Creditreform

Sie benötigen eine professionelle Betreibungshilfe? Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite – in der Schweiz und weltweit.

Betreibungsbegehren

Eine Betreibung beginnt mit dem Betreibungsbegehren des Gläubigers. Es dokumentiert ungeprüft beim Betreibungsamt den Forderungsgrund und geforderten Betrag. Ein Schuldner kann durch den ebenfalls ungeprüften Rechtsvorschlag das Betreibungsbegehren abwehren. Der Zahlungsbefehl wird dem Schuldner formell zugestellt. Der geforderte Betrag kann nur an das Betreibungsamt überwiesen werden, weil dieses einen Aufschlag berechnet, mit dem der Schuldner belastet wird.

Kunden informieren ihren Ansprechpartner bei inkassolution formlos, der dann die formelle Abwicklung des Betreibungsbegehrens einleitet und vom Gläubiger sämtliche Informationen einholt, die mit dem Zahlungsausfall zu tun haben. Bereits in dieser Phase hält inkassolution durch ein gut durchdachtes Gesamtkonzept die Zahlungsausfälle gering. Immer mehr Gläubiger erfahren den tatsächlichen Wert eines wirkungsvollen Inkassodienstes in Rappen und Franken. inkassolution bereits beim Betreibungsbegehren einzuschalten, zahlt sich aus. Gläubigern, die zwei oder drei Zahlungsausfälle jährlich verzeichnen, fehlt die Routine und die Geschicklichkeit, die sich erst im Alltag eines Inkassodienstes wie inkassolution einstellen kann.

Betreibungsferien

Betreibungshandlungen in der Schweiz ruhen während Betreibungsferien. Diese Schonzeiten gewähren dem Schuldner persönliche und wirtschaftliche Erholung. Betreibungshandlungen unterbleiben ausserdem gegen einen Schuldner, dem Rechtsstillstand gewährt worden ist, zwischen 20 Uhr und 7 Uhr, an Sonntagen und staatlich anerkannten Feiertagen.

Drei Mal jährlich sind Betreibungsferien: jeweils sieben Tage vor und nach Ostern und Weihnachten und vom 15. Juli bis 31. Juli. Fristen verlängern sich bis zum dritten Werktag nach dem Ferienende und werden dann rechtswirksam. Ausnahmen bilden das Arrestverfahren, unaufschiebbare Massnahmen, um Vermögensgegenstände zu erhalten, und eine Wechselbetreibung.

Rechtsstillstand wird einem Schuldner während seines Militärdienstes, Zivildienstes oder Schutzdienstes, bei einem Todesfall in der Familie, bei seinem eigenen Tod, bei seiner Verhaftung bis zur Bestellung eines Vertreters, bei einer schweren Erkrankung und während eines allgemeinen Notzustandes wie einer Epidemie, einer Naturkatastrophe oder während einer Krisenzeit gewährt.

Bonitätsauskunft

Die Bonitätsauskunft gibt schon vor Eingehen einer geschäftlichen Beziehung Aufschluss über die finanzielle Situation des zukünftigen Kunden/Geschäftspartners. In der Bonitätsauskunft wird zwischen weichen und harten Negativmerkmalen unterschieden. Zu den weichen Negativmerkmalen gehören unter anderem mehrfache und unverhältnismässige Zahlungsüberschreitungen oder kaufmännische Mahnverfahren. In diesem Fall sollte der künftige Geschäftspartner möglicherweise Vorauszahlungen vereinbaren, um das Risiko möglicher Zahlungsausfälle zu minimieren.

Ergeben sich im Zuge der Bonitätsauskunft harte Negativmerkmale, ist von einer Zusammenarbeit abzuraten. Zu den harten Negativmerkmalen gehören unter anderem die eidesstattliche Versicherung und Haftandrohungen. Wird in Erwägung gezogen dennoch eine Geschäftsbeziehung einzugehen, kann Barzahlung oder eine Bankgarantie die Lösung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sein. Auskünfte über die Bonität möglicher Geschäftspartner können weltweit eingeholt werden.

Diese Aufgabe muss der Unternehmer nicht selbst erledigen. Versierte Inkasso-Spezialisten übernehmen die Bonitätsauskunft und bieten zugleich eine fundierte Beratung anhand der Auskunft. Wer kann eine Bonitätsauskunft beantragen? Jede Person oder jedes Unternehmen, das ein berechtigtes Interesse nachweisen kann, kann eine Bonitätsauskunft einholen.

Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft handelt es sich um einen schuldrechtlichen Vertragsabschluss. Hierbei geht der Bürge eine Verpflichtung gegenüber einem Schuldner ein. Gegenstand dieser Verpflichtung ist die Pflichterfüllung des Schuldners gegenüber einem Gläubiger, sofern er diese selbst nicht leisten kann.

Die Bürgschaft wird folglich zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger geschlossen. Hierdurch erhält dieser eine Sicherheit, dass er seine Forderungen beim Schuldner und im Zweifel bei dessen Bürgen gerichtlich einfordern darf. Der Bürgschaftsvertrag muss schriftlich geschlossen werden.

Der Bürge kann darauf bestehen, dass im Falle der Nichterfüllung durch den Schuldner, der Gläubiger in erster Konsequenz versucht, die Schuld durch Vollstreckung beim Schuldner selbst einzufordern. In diesem Fall spricht man von Einrede der Vorausklage. Verzichtet der Bürge auf diese Klausel, so spricht man auch von einer selbstschuldnerischen Bürgschaft.

Man unterscheidet verschiedene Formen der Bürgschaft:

  • Bürgschaft auf erstes Anfordern
    Der Bürge haftet ohne gerichtliche Geltendmachung der Forderungen beim Schuldner.
  • Ausfallbürgschaft
    Der Bürge haftet erst dann, wenn auch durch Zwangsvollstreckung beim Schuldner die Verpflichtungen nicht erfüllt werden konnten.
  • Höchstbetragsbürgschaft
    Der Bürge haftet nur bis zu einem bestimmten Betrag.

Aus der Praxis: Banken bevorzugen in der Regel Sachsicherheiten anstelle von Ehegattenbürgschaften.

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