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Abtretung

Bei einer Abtretung wird ein Vertrag zwischen einem Gläubiger und einem Vertragspartner geschlossen. Die Forderung des Gläubigers wird hierbei auf eine andere Person übertragen. Durch diesen Vertragsabschluss wird der bisherige Gläubiger durch den neuen Gläubiger ersetzt. Die Abtretung gilt als Verfügungsgeschäft. Ob dieser Abtretung ein Kaufvertrag oder andere vertragliche Vereinbarung zugrunde liegt, ist vom Grundsatz her irrelevant.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem Zessionar (neuer Gläubiger) und einem Zedent (bisheriger Gläubiger). Der Zedent gibt das Recht, eine Forderung vom Schuldner zu verlangen, an den Zessionar ab.

Ein Abtretungsvertrag kann formfrei geschlossen werden. Wird ein zwingender Forderungsübergang über gesetzliche Bestimmungen angeordnet, so spricht man auch von einem gesetzlichen Forderungsübergang (cessio legis).

  • Höchstpersönliche Ansprüche wie Urlaubsanspruch, Anspruch auf Rentenzahlungen
  • Unpfändbare Forderungen
  • Forderungen, die laut Gesetz nicht abgetreten werden dürfen
  • Forderungen, die in Absprache mit dem Schuldner nicht abgetreten werden dürfen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Als Allgemeine Geschäftsbedingungen bezeichnet man vorformulierte Vertragsbedingungen, die für eine Vielzahl von Verträgen Anwendung finden. Betroffen von diesen Regelungen sind grundsätzlich die vertragsschliessenden Parteien, also in der Regel Unternehmen/Unternehmer und Verbraucher oder anderes Unternehmen. Diese vertraglichen Klauseln werden von einer Vertragspartei einseitig gestellt und bedürfen daher einer besonderen Kontrolle bzw. der Zustimmung der anderen Vertragspartei.

Allgemeine Geschäftsbedingungen – auch kurz AGB genannt – dienen dem Verbraucherschutz. AGB werden Vertragsbestandteil, wenn der Unternehmer vor Vertragsschluss, spätestens bei Vertragsabschluss, auf seine AGB hinweist. Der Verbraucher muss darüber Kenntnis erlangen und sich mit diesen Regelungen einverstanden erklären.

Sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ganz oder teilweise unwirksam, werden diese nicht zum Vertragsbestandteil. Der übrige Vertrag bleibt dennoch wirksam und an die Stelle der unwirksamen AGBs treten allgemeine gesetzliche Vorschriften.

Werden individuelle Regelungen zwischen den betroffenen Vertragsparteien geschlossen, so haben diese Vorrang vor den AGBs. Allgemeine Geschäftsbedingungen können gesetzliche Bestimmungen ergänzen, von ihnen abweichen oder aber Gegenstände betreffen, die im Gesetz keine Regelung finden (z.B. Kaufpreis).

Ausfallrisiko

Ein Unternehmer oder Selbstständiger trägt naturgemäss ein sogenanntes Ausfallrisiko. In der Regel tritt ein Unternehmer nämlich mit seinen Leistungen und Lieferungen in Vorleistung. Eine fristgerechte Zahlung des Kunden in voller Höhe ist jedoch im Vorfeld nicht gewiss. Mit jedem ausgeführten Auftrag, trägt der Unternehmer daher ein Ausfallrisiko, das nicht zu unterschätzen ist.

Die Ursachen, weshalb Forderungen ausfallen, können sehr unterschiedlich sein. Von der mangelnden Zahlungswilligkeit bis zur tatsächlichen Zahlungsunfähigkeit des Kunden gibt es auch noch andere Faktoren, die ein Ausfallrisiko begünstigen.

Beim Export von Waren können beispielsweise politische Gefahren oder kriegerische Unruhen in dem entsprechenden Land zum Forderungsausfall führen. Das unternehmerische Risiko kann minimiert werden. Für Unternehmen und Selbstständige gibt es die Möglichkeit, dieses Risiko auf eine Forderungsausfallversicherung abzuwälzen.

Tritt die Versicherung bedingungsgemäss in Kraft, so erhält der Gläubiger sein Geld von der Versicherung. Die Versicherung wird daraufhin Regress beim Schuldner nehmen, um zumindest einen Teil der Forderungen zu ersetzen.

Auskunft Inkasso

Was versteht man unter Auskunft Inkasso? Es ist gar nicht kompliziert, denn unter Auskunft Inkasso versteht man die Auskunft über die finanziellen Verhältnisse von Privatpersonen oder Firmen. Die Auskunft Inkasso kann sowohl vor dem Zustandekommen einer Geschäftsbeziehung Sinn machen, als auch bei offenen Forderungen.

Dazu greift das Inkasso Unternehmen auf führende Datenbanken zurück. inkassolution Schweiz ist offizieller Partner von Deltavista. Deltavista ist führender Anbieter für Bonitätsauskünfte. Eine Auskunft Inkasso macht Sinn, wenn Rechnungen erst nach Lieferung bezahlt werden sollen. Mit einer vorherigen Auskunft Inkasso kann das Unternehmen sich vorab über die Bonität seiner Geschäftspartner informieren und so das Risiko eines Zahlungsausfalles minimieren.

Sind Rechnungsbeträge noch offen und der Kunde in Zahlungsrückstand geraten, hilft die Auskunft Inkasso festzustellen, welche Schritte nachfolgend Sinn machen. Deltavista bietet umfangreiche Informationen zu einer Auskunft Inkasso, unter anderem die Adress-Suche mit Adress-Details oder das Zahlungsverhalten von privaten Personen und Unternehmen. Verschiedene Risikoberichte inkl. Score können schon vorab über das Risiko eines Zahlungsausfalles informieren, so dass es in manchen Fällen ratsam ist die Lieferung nur gegen Vorkasse oder gegen eine Bankensicherheit auszuführen.

Aussenstände

Mit Aussenständen muss jeder Unternehmer leben. Aussenstände sind im modernen Geschäftsleben etwas völlig Normales. Und in aller Regel kein Grund zu übermässiger Besorgnis. Aussenstände sind Geldbeträge für vereinbarte Lieferungen und Leistungen zu entrichten sind. Da natürlich Zahlungen meistens nach erfolgter Lieferung oder Leistung  zu begleichen sind,  ergibt sich ein zeitlicher Zwischenraum, eben Aussenstände.

Aber leider können Aussenstände auch zum Problem werden. Nämlich dann, wenn das vereinbarte Geld nur mit grosser Verzögerung oder gar nicht kommt. Für den Lieferanten können sich finanzielle Engpässe bis hin zur Zahlungsunfähigkeit ergeben. Also muss dafür gesorgt werden, dass das Geld auch sein Ziel erreicht. Was also kann getan werden?

Nun, ganz einfach. Geben Sie den Fall in die Hände von Inkasso-Profis, wie sie zum Beispiel bei inkassolution zu finden sind. Die Fachleute kennen die besten Strategien, um die Aussenstände abzubauen. Sehr sensibel und in bewährten Schritten wird der ganze Komplex aufgearbeitet und zielgerecht einer Lösung zugeführt. Einer Lösung, mit der dann beiden Seiten zufrieden sind. Das ist das angestrebte Ziel. Und hilft, zukünftige Aussenstände möglichst zu vermeiden.

Betreibung

In der Schweiz versteht man unter dem Begriff „Betreibung“ eine Zwangsvollstreckung, mit welcher offene Forderungen durchgesetzt werden. In der Praxis ist es in der Regel so, dass nicht beglichene Rechnungen vom Gläubiger zunächst mehrfach angemahnt werden.

Rechtlich notwendig ist dies in der Schweiz jedoch nicht. Es ist dem Gläubiger stattdessen prinzipiell möglich, direkt eine Betreibung zu veranlassen. Hierfür muss er lediglich ein Betreibungsbegehren beim zuständigen Betreibungsamt stellen. Das Betreibungsamt wird daraufhin einen Zahlungsbefehl erlassen. Nun hat der Schuldner 20 Tage Zeit, um seine Schulden zu begleichen. Geschieht dies, wird die Betreibung eingestellt.

Der Schuldner kann jedoch auch innerhalb von 10 Tagen Rechtsvorschlag erheben, damit die Betreibung für den Moment angehalten wird. Besteht der Gläubiger trotz des Rechtsvorschlags weiterhin auf seine Forderungen, ist er gezwungen, entweder einen Zivilprozess oder ein Gerichtsverfahren in Form eines Rechtseröffnungsverfahrens anzustreben. Ist der Gläubiger vor Gericht erfolgreich oder wurde der Zahlungsbefehl vom Schuldner ignoriert, kann der Gläubiger ein Fortsetzungsbegehren stellen, welches schliesslich das Pfändungsverfahren nach sich zieht.

Betreibungsamt

Die Schweizer Betreibungsämter führen Betreibungen durch, ohne den Anlass zu prüfen. Sie nehmen Rechtsvorschläge und Aufforderungen entgegen und achten auf die örtliche Zuständigkeit. Sie betreiben und vollziehen Pfändungen, verwerten Grundpfänder, veranlassen Arreste, verwahren und verwerten beschlagnahmtes Gut aus Zwangsvollstreckungen, empfangen Zahlungen von Schuldnern und verwalten das Betreibungsregister. Bei Konkursen betreiben sie nur das Einleitungsverfahren.

Jeder, der ein glaubhaftes Interesse bekundet, erhält über eine natürliche oder juristische Person einen Auszug aus dem Betreibungsregister und aus dem Verlustscheinregister. Nur Gerichte und Verwaltungsbehörden erfahren von Einträgen, die älter als fünf Jahre sind. Ist die erfragte Person umgezogen, muss das andere örtlich zuständige Betreibungsamt befragt werden.

Es gibt keine mit den Schweizer Betreibungsämtern vergleichbaren Behörden in Österreich und in Deutschland. In Österreich stellen Gerichte Zahlungsbefehle zu, ohne den Sachverhalt zu untersuchen. Erst durch einen Einspruch wird ein Gerichtsverfahren eingeleitet. In Deutschland befassen sich Mahngerichte, Amtsgerichte und Gerichtsvollzieher mit Forderungen und Pfändungen.

Betreibungsauszug

Der Betreibungsauszug gibt Aufschluss über die aktuelle und vergangene finanzielle Situation des Schuldners. Der Schuldner kann eine natürliche, als auch eine juristische Person sein. Wann wird ein Betreibungsauszug benötigt? Der Auszug des Betreibungsamtes wird immer dann benötigt, wenn die Kreditwürdigkeit der Person geprüft werden soll oder muss. Das kann ein Kreditantrag sein, eine Wohnungssuche oder bei Bestellungen, die auf Kredit getätigt werden.

Der Betreibungsauszug kann beim zuständigen Betreibungsamt bestellt werden und kostet durchschnittlich etwa 17 Schweizer Franken. Der Auszug des Betreibungsamtes kann entweder direkt persönlich beim Betreibungsamt bestellt werden oder auf dem schriftlichen Wege. Eine telefonische Bestellung ist nicht möglich, da der Antragsteller die Berechtigung seiner Person nachweisen muss.

Für den Antrag auf einen Betreibungsauszug benötigt der Antragsteller eines der nachfolgend aufgeführten Dokumente: seinen Niederlassungsausweis, seinen Führerschein, seine Schweizer Identitätskarte, seinen Schweizer Pass oder einen Ausländerausweis. Fordert eine dritte berechtigte Person einen Betreibungsauszug an, muss diese Person ihre berechtigten Interessen glaubhaft nachweisen.

Betreibungsbegehren

Eine Betreibung beginnt mit dem Betreibungsbegehren des Gläubigers. Es dokumentiert ungeprüft beim Betreibungsamt den Forderungsgrund und geforderten Betrag. Ein Schuldner kann durch den ebenfalls ungeprüften Rechtsvorschlag das Betreibungsbegehren abwehren. Der Zahlungsbefehl wird dem Schuldner formell zugestellt. Der geforderte Betrag kann nur an das Betreibungsamt überwiesen werden, weil dieses einen Aufschlag berechnet, mit dem der Schuldner belastet wird.

Kunden informieren ihren Ansprechpartner bei inkassolution formlos, der dann die formelle Abwicklung des Betreibungsbegehrens einleitet und vom Gläubiger sämtliche Informationen einholt, die mit dem Zahlungsausfall zu tun haben. Bereits in dieser Phase hält inkassolution durch ein gut durchdachtes Gesamtkonzept die Zahlungsausfälle gering. Immer mehr Gläubiger erfahren den tatsächlichen Wert eines wirkungsvollen Inkassodienstes in Rappen und Franken. inkassolution bereits beim Betreibungsbegehren einzuschalten, zahlt sich aus. Gläubigern, die zwei oder drei Zahlungsausfälle jährlich verzeichnen, fehlt die Routine und die Geschicklichkeit, die sich erst im Alltag eines Inkassodienstes wie inkassolution einstellen kann.

Betreibungsferien

Betreibungshandlungen in der Schweiz ruhen während Betreibungsferien. Diese Schonzeiten gewähren dem Schuldner persönliche und wirtschaftliche Erholung. Betreibungshandlungen unterbleiben ausserdem gegen einen Schuldner, dem Rechtsstillstand gewährt worden ist, zwischen 20 Uhr und 7 Uhr, an Sonntagen und staatlich anerkannten Feiertagen.

Drei Mal jährlich sind Betreibungsferien: jeweils sieben Tage vor und nach Ostern und Weihnachten und vom 15. Juli bis 31. Juli. Fristen verlängern sich bis zum dritten Werktag nach dem Ferienende und werden dann rechtswirksam. Ausnahmen bilden das Arrestverfahren, unaufschiebbare Massnahmen, um Vermögensgegenstände zu erhalten, und eine Wechselbetreibung.

Rechtsstillstand wird einem Schuldner während seines Militärdienstes, Zivildienstes oder Schutzdienstes, bei einem Todesfall in der Familie, bei seinem eigenen Tod, bei seiner Verhaftung bis zur Bestellung eines Vertreters, bei einer schweren Erkrankung und während eines allgemeinen Notzustandes wie einer Epidemie, einer Naturkatastrophe oder während einer Krisenzeit gewährt.

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